Start Rheinisches Stifterforum Was ist eine Stiftung?

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Einleitung:

Die Tradition des Stiftens und der Arbeit in/durch Stiftungen nimmt erfreulicherweise immer weiter Fahrt auf, nachdem der Nationalsozialismus dieses vormals jäh unterbunden hatte. Hintergrund ist, dass viele Stiftungen damals jüdischen Ursprungs waren.

Neben den Stiftungen, die der einzelne selber errichten kann, gibt es die vielfältigen Bürgerstiftungen, die jeweils in ihrer Region Gutes tun. Dort unter anderem setzt dann auch das ehrenamtliche Engagement des Einzelnen an, der dadurch Sinnvolles leistet, aber auch viel durch die erteilte Hilfestellung zurück erhält.

 

Welche Arten von Stiftungen gibt es?

Stiftungen haben eine lange Tradition, werden aber immer beliebter als Ausdruck freiwilligen, sozialen Engagements Einzelner oder einer Unternehmung. Eine Stiftung ist auch Ausdruck unserer freiheitlichen Demokratie. Die meisten Stiftungen erfüllen gemeinnützige Zwecke im Sinne der Abgabenordnung. Sie helfen, den erkannten Bedarf an Zusatzleistungen in der Bundesrepublik Deutschland, welche durch die Kommunen nicht abgedeckt werden können, zu ergänzen. Dabei kann es sich um vielfältige Themen handeln: u.a. im Bereich des Sozialen, der Kunst, der Natur oder auch gesellschaftlicher Themen. Es gibt rechtsfähige und nichtrechtsfähige Stiftungen. Daneben existieren noch kirchliche und öffentlich-rechtliche Stiftungen, welche hier vernachlässigt werden.

 

 

Eine rechtsfähige Stiftung entsteht durch das Stiftungsgeschäft bzw. eine letztwillige Verfügung und der Anerkennung durch die Stiftungsbehörde. Ab da ist die Stiftung eine eigenständige juristische Person, welche durch Organe - je nach Ausgestaltung der Satzung - durch den Vorstand oder den Geschäftsführer, im Rechtsverkehr vertreten wird. In der Satzung ist der Name, der Sitz, der Stiftungszweck, das Stiftungsvermögen aufzunehmen. Weiter werden die Zusammensetzung der Organe, wie der Vorstand, unter Umständen zudem ein beratendes Kontrollorgan, das Kuratorium, und deren Funktionen geregelt. Auf Wunsch des Stifters kann insbesondere gesichert werden, dass der Stifter als Vorstandsvorsitzender zu Lebzeiten im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten weiterhin die Geschicke der Stiftung in Händen hält und dass der Stiftername im Namen der Stiftung verewigt wird.

Nichtrechtsfähige Stiftungen dagegen können formlos errichtet werden, das heißt sie bedürfen nicht der Anerkennung durch die Stiftungsbehörde. Eine solche treuhänderische Stiftung entsteht auf Grundlage eines Vertrags zwischen dem Stifter und dem Träger der Stiftung, die wiederum eine Stiftung sein kann. Die nichtrechtsfähige Stiftung stellt gerade keine juristische Person dar und wird von einem Träger (Treuhänder) im Auftrag des Stifters entsprechend des zugrunde liegenden Vertrags verwaltet. Auch bei einer Treuhandstiftung wird das Vermögen dauerhaft einem Stiftungszweck gewidmet und alles Weitere wird in einer Satzung geregelt. Der Stifter kann sich wieder im Namen der Treuhandstiftung verewigen.

Durch die Wahl einer Familienstiftung kann die Unternehmenskontinuität über Generationen hinweg im Sinne des Stifters gesichert werden, wenn ein familieninterner Nachfolger fehlt. Die Familienangehörigen haben dann zwar keinen Zugriff auf das Stiftungsvermögen, erhalten aber als Destinatäre die Unternehmenserträge.

Per 31.12.2012 bestehen 19.551 rechtsfähige Stiftungen in der Bundesrepublik Deutschland; allein in Nordrhein-Westfalen beträgt die Anzahl an rechtsfähigen Stiftungen aktuell um die 3.780 Stück. Die Anzahl der nichtrechtsfähigen Stiftungen ist nicht beziffert, da diese nicht der Anerkennung durch die Stiftungsbehörde bedürfen, so dass die tatsächliche Zahl aller Stiftungen, kirchliche und öffentlich-rechtliche Stiftungen eingeschlossen, um ein Vielfaches höher sind.
Im Bereich der Stiftungen und anderer gemeinnütziger Organisationsformen berät die Kanzlei Jackwerth Sie kompetent und abgestimmt auf Ihre Wünsche im Rahmen des rechtlich Möglichen.

Rechtsanwältin Maren Jackwerth, www.kanzlei-jackwerth.de